Geschichte

1864 - Firmengründung

Nach oben

Im Jahre 1864, in der Gründerzeit, als die Technik das Wesen unseres Zeitalters zu bestimmen begann, gründete Max Cochius in Berlin, Ritterstr. 113, eine Handelsfirma. Es lag ihr der Zweck zugrunde, die damals aufblühende Industrie und die Bauwirtschaft mit Metallhalbfabrikaten, wie Bleche, Stangen, Drähte, Röhren usw. aus Messing, Tombak, Kupfer und Neusilber, sowie mit den dazu notwendigen Lötmitteln und Schlagloten, wie sie damals genannt wurden und zum Hartlöten dieser Metalle ausschließlich Verwendung fanden, zu versorgen. Es war die erste Metallhalbfabrikate-Handlung in Berlin.

1895 - Übernahme durch Ernst Kallenbach

Nach oben

Im Jahre 1895 wurde das von Max Cochius gegründete Geschäft, dessen handelsgerichtliche Firmeneintragung inzwischen erfolgt war, von dem Kaufmann Ernst Kallenbach erworben und unter der Firma Max Cochius weiter geführt. Die Zeit der Industrialisierung und der damit immer größer werdende Abnehmerkreis ließen die Räume in der Ritterstraße zu klein werden. Unter der Leitung von Ernst Kallenbach wurde ein Grundstück in der Alexandrinen-Str. 35 erworben, auf dem ein zu damaliger Zeit modernes Geschäftshaus mit Lager und Büroräumen errichtet wurde. 1903 wurde es seinen Zwecken übergeben.

1903 - Der Messinghof

Nach oben

Das Zeitalter des Messinghofes begann!
Nach nicht einmal 10 Jahren reichten auch diese Baulichkeiten nicht mehr aus. Weitere Grundstücke in der angrenzenden Mathieustraße wurden hinzugenommen. Nach dem Abriß der dort stehenden Wohnhäuser wurde ein weiteres, stattliches Geschäftshaus errichtet, das im Jahre 1930 vollendet werden konnte.

Im Laufe des ersten Weltkrieges, in dem die Firma einen herben Rückschlag erlitt, wurden die gesamten Metallbestände beschlagnahmt. Käufe durften nur noch in geringem Umfang aufgrund von Belegscheinen der damaligen Bewirtschaftungsstellen erfolgen. 

1919 - Tod von Ernst Kallenbach

Nach oben

Der Tod Ernst Kallenbachs im Jahre 1919 hatte lediglich eine Änderung der Rechtsform des alten Spezialunternehmens zur Folge, das nunmehr als eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung weiter geführt wurde. Die Firma übernahmen seine Witwe sowie seine drei langjährigen Mitarbeiter, die Herren Proemel, Koch und Brandt.

Nach dem ersten Schock, den der verlorengegangene Krieg auf die Wirtschaft ganz allgemein auslöste, kam das Geschäft allmählich wieder in Gang und zu Umsätzen, die dem Umfang des Unternehmens und auch seinem Stammkapital von damals 300 000,-- Reichsmark entsprachen. Die beginnende und immer fortschreitende Inflation blieb auf die Max Cochius GmbH zwar nicht ohne Einfluß, es konnte jedoch Dank der guten Geschäftsführung das Stammkapital nach dem Ende der Inflation 1:1 auf die neue Reichsmarkwährung umgewandelt werden. 



In den folgenden Jahren war es möglich, die Umsätze laufend zu steigern. Eine neue Abteilung, der Großhandel mit sanitären Bauartikeln, wurde angegliedert.

Da die Räumlichkeiten bald wieder nicht mehr ausreichten, mußte man sich nach weiteren Lagermöglichkeiten umsehen, die man schließlich durch den Erwerb des Grundstücks in Neukölln, Ziegrastr. 1-9, fand. Der Standort Neukölln wurde durch die Errichtung weiterer Lagerhallen ausgebaut.
Um die gleiche Zeit wurde ein bebautes Grundstück in Nürnberg erworben. Am 1. Oktober 1928 eröffnete man für die süddeutsche Kundschaft eine

Zweigniederlassung zur besseren und schnelleren Bedienung mit einem umfangreichen Lager in Metallhalbfabrikaten. Diese Maßnahme erwies sich als durchaus richtig, so daß das Unternehmen erfreulicherweise von Jahr zu Jahr wuchs und es finanziell so gefestigt wurde, daß gelegentliche Wirtschaftskrisen an ihm fast spurlos vorüber gingen. 

1933 bis 1945 - 2. Weltkrieg

Nach oben

Es folgten die Jahre 1933 bis 1945, Jahre einer gelenkten Wirtschaft, die zunächst die Entwicklung der Max Cochius GmbH nicht beeinflussen konnten. Zu Beginn des 2. Weltkrieges jedoch mußte das Unternehmen fast ausschließlich für den Wehrmachtsbedarf zur Verfügung stehen.

In der Zwischenzeit hatte Otto Proemel, als Hauptgesellschafter 1941 das Geschäft an seinen Sohn Herbert übergeben. 

Verschiedene, teils schwere, teils weniger schwere Beschädigungen der Gebäude und Lagerhallen traten durch die immer stärker werdenden Fliegerangriffe ein. Am 03.02.1945 schließlich wurde der Alexandrinenhof ein Opfer der Flammen und Bomben. Der Betrieb konnte aber die wenigen Monate bis zum Kriegsende von Neukölln aus, wo die Verwaltung behelfsmäßig untergebracht wurde, fortgeführt werden, bis der Einmarsch der Russen in Berlin erfolgte und damit der Krieg sein Ende fand. 

In den folgenden Monaten wurde das bedeutende Lager an Metallhalbfabrikaten und sanitären Bauartikeln von der Besatzungsmacht restlos geräumt. 

Das gleiche Schicksal ereilte auch die Nürnberger Niederlassung. Zu diesen empfindlichen Rückschlagen gesellten sich weitere schwere Schäden, die im wesentlichen in dem Verlust mehrerer wertvoller Ausweichlager bestanden.

Aus den Registerakten ist zu entnehmen, daß Herbert Proemel vermutlich im KZ verstarb. Er wurde 1949 für tot erklärt und seine Geschäftsanteile wurden seinen Eltern Otto und Anna Proemel rückübertragen. Später werden die Geschäfte der Max Cochius GmbH auf den zweiten Sohn, Erwin Proemel, übertragen. 

1949 bis 1954 - Wiederaufbau

Nach oben

Ein mühseliger Aufbau begann zunächst durch die Bergung der unter den Trümmern liegenden Metallhalbfabrikaten und sanitären Bauartikeln. 

Dem unermüdlichen Fleiß der Geschäftsleitung und aller Mitarbeiter ist es zu verdanken, daß sich das Unternehmen bald wieder zu einem angesehenen Metallfachhandel mit mehreren Niederlassungen entwickelte. Das Stammkapital der Max Cochius GmbH, das während des Krieges auf 1.800.000,-- Reichsmark erhöht wurde, konnte nach der Währungsreform trotz aller erlittenen Verluste im Verhältnis 1:1 auf DM umgestellt werden. 

In der Zeit des Wiederaufbaus wurde das Grundstück in der Alexandrinen-Str. verkauft und der Stammsitz der Gesellschaft nach Neukölln in die Ziegrastr. 1-9 verlegt. 

In Nürnberg wurde ein verkehrsgünstigeres Grundstück erworben und auf diesem eine neue Lagerhalle mit Büroflächen errichtet. Gleichzeitig wurde die Westdeutsche Max Cochius GmbH in Frankfurt 1949 gegründet, deren Aufgabe zusammen mit der Nürnberger Niederlassung darin bestand, den Lieferservice für die west- und süddeutschen Cochius-Kunden zu verbessern. 

Otto Proemel verstirbt im Mai 1954. Seine Gesellschafteranteile gehen auf seinen Sohn Erwin über. 

1966 - Eröffnung Verkaufsbüro München

Nach oben

Viele Unternehmen und Universitäten - nicht nur innerhalb der deutschen Grenzen, sondern auch im Ausland - bedienen sich der gut sortierten Lager des Unternehmens und haben den Firmennamen Cochius auch im Ausland den guten Klang, den er seither in Deutschland besitzt, verschafft. 

1966 wurde ein weiteres Verkaufsbüro mit angegliedertem Auslieferungslager in München eröffnet. Desweiteren wurden in den folgenden Jahren noch weitere Auslieferungslager errichtet. 

1979 - Verkauf an die Herren Baumert, Albrecht und Piesnack

Nach oben

Im Oktober 1976 verstirbt Erwin Proemel. Die Geschäfte des Unternehmens werden von seiner Ehefrau Margot Proemel übernommen und weitergeführt. Aus gesundheitlichen Gründen verkauft Margot Proemel ihre Geschäftsanteile im Jahre 1979 an die Herren Baumert, Albrecht und Piesnack. 1987 trennt sich das Unternehmen von den sanitären Bauartikeln und spezialisiert sich wieder auf den Handel mit NE-Metallhalbfabrikaten. 

1990 - Verkauf an die Hoesch Eisen und Metall AG

Nach oben

Den globalisierenden Märkten Rechnung zollend, verkaufen schließlich im August 1988 die Gesellschafter Albrecht, Piesnack und anteilsmäßig Baumert ihre Geschäftsanteile an die Hoesch Eisen und Metall AG, die damit 75% der Geschäftsanteile übernimmt. Hr. Baumert bleibt Mitgesellschafter des Unternehmens. 

Mit der deutschen Wiedervereinigung am 3.10.1990 war für die Max Cochius GmbH der Weg frei zur Wiederaufnahme der alten Geschäftsbeziehungen in Berlin und Brandenburg. In den folgenden Jahren wird das Geschäft in den neuen Bundesländern durch den Kauf der Sachsenmetall Handelsgesellschaft mbH im Juli 1993 erweitert. 

1996 - Eröffnung einer weiteren Niederlassung

Nach oben

Eröffnung einer weiteren Niederlassung in den neuen Bundesländern Ichtershausen bei Erfurt / Thüringen. 

  

1999 - Umzug der Niederlassung Berlin in neue Räumlichkeiten

Nach oben

Umzug der Niederlassung Berlin in neue Räumlichkeiten mit modernster Lagertechnik und neuesten Bürokommunikationssystemen. 

  

2000 - Neubau einer Niederlassung in Röthenbach (Nürnberg)

Nach oben

Neubau einer Niederlassung mit Halle und Büro in Röthenbach bei Nürnberg. Durch die, mit der neuen Halle geschaffen Möglichkeiten wurde der Bereich Anarbeitung weiter ausgebaut und forciert. 

2002 - Neubau einer Lagerhalle in München

Nach oben

Neubau einer Lagerhalle mit Bürogebäude in München. Die Größe der Halle umfasst 2500 qm und ein Langguthochregal mit 700 Kassetten. 

2004 - Umzug der Niederlassung Berlin nach Berlin Wedding

Nach oben

Umzug der Niederlassung Berlin in größere Flächen nach Berlin Wedding und gleichzeitige Anschaffung einer neuen Plattensäge. 

  

2007 - Integration Rackl Aschheim/Dornach

Nach oben

Integration der Firma Rackl Aschheim/Dornach bei München, ein Geschäftsbereich der ehemaligen Metall Service Partner GmbH. 

  

2008 - Aufstockung des Bürogebäudes München

Nach oben

Aufstockung des Bürogebäudes in München und Erweiterung der Hallenfläche auf 5500 qm. Damit einher geht eine umfangreiche Erweiterung des Bereiches Anarbeitung, durch die Anschaffung von Platten- und Blocksägen, sowie Stangensägen und einer Tafelschere. 

 

2014 - 150 jähriges Bestehen

Nach oben

2015 - Wasserstrahlanlage zu Erweiterung unserer Anarbeitung

Nach oben

Tischgröße 3 x 8 Meter, 2D- und 3D-Kopf